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Macromelt-Verguss

Macromelt-Verguss in Lohnfertigung für Elektronik und Kabelbaugruppen

TH electronic bietet den prozesssicheren Niederdruck-Verguss von Baugruppen, Sensoren und Kabelverbindungen. Am Standort Mühlhausen verarbeiten wir thermoplastische Polyamide wie Macromelt zu formgenauen Schutzumhüllungen für industrielle Anwendungen.

  • Prozesssicherheit: Zertifiziert nach ISO 9001:2015
  • Fertigungsspektrum: Klein- und Mittelserien
  • Prüfverfahren: 100 % Stückprüfung bestehend aus Durchgangs-, Hochspannungs- und Maßkontrolle mit digitaler Protokollierung.
  • Materialbeschaffung: Flexible Abwicklung über herstellerunabhängige Vollbeschaffung oder Beistellmaterial.

Verfahrensvergleich & Anwendungsbereich

Industrieelektronik muss im Feldeinsatz extremen äußeren Einflüssen standhalten, ohne dass die Fertigung durch komplexe Prozesse blockiert wird. Die Wahl des Vergussverfahrens entscheidet darüber, wie zuverlässig diese Belastungen kompensiert werden und welche Restrisiken für die Bauteile verbleiben.

Schutz vor Feuchtigkeit, Vibration und mechanischer Belastung

Elektronische Bauteile im industriellen Einsatz benötigen einen dauerhaften Schutz gegen Umwelteinflüsse. Herkömmliche Schutzverfahren stoßen prozessual und konstruktiv oft an Grenzen. Zweikomponenten-Vergussmassen wie Epoxidharze oder Polyurethane erfordern lange Aushärtezeiten und thermische Nachbehandlung. Der klassische Kunststoffspritzguss beschädigt feine Strukturen durch Einspritzdrücke von mehreren hundert Bar.

Der Macromelt-Verguss schließt diese Lücke durch einen materialschonenden Niederdruck-Prozess bei 5 bis 40 bar.

Die verfahrenstechnischen Kernvorteile

  • Hermetische Dichtigkeit: Das flüssige Polyamid geht eine Verbindung mit gängigen Kabelmantel-Materialien ein
  • Integrierte Gehäusefunktion: Das Material wird direkt in ein Aluminiumwerkzeug gespritzt und bildet nach dem Erstarren das fertige Gehäuse auf Wumsch mit Knickschutz.
  • Effiziente Taktzeiten: Die physikalische Erstarrung erfolgt durch Abkühlung innerhalb von 10 bis 50 Sekunden. Das verkürzt die Durchlaufzeiten in der Fertigung erheblich.

Bauteilspektrum

Wir applizieren den Verguss prozesssicher auf folgende Komponenten:

  • Kabelkonfektionen: Direkt angespritzte Y-Verteiler und kundenspezifische Steckerumspritzungen
  • Leiterplatten: Gehäuseloser Verguss freiliegender Platinen und Elektronikbaugruppen auf minimalem Bauraum.
  • Sensortechnik: Vollständige Kapselung empfindlicher Sensorelemente gegen Feuchtigkeit, Öle und mechanische Schwingungen.

Weiterführende physikalische Kennwerte und Datenblätter zu den verwendeten Thermoplasten finden Sie auf unserer übergeordneten Technologieseite zum Macromelt-Verfahren.

Technische Machbarkeitsprüfung und Kontakt

Jedes Elektronikbauteil und jede Kabelbaugruppe stellt spezifische Anforderungen an den Komponentenschutz. Um langwierige Abstimmungsschleifen zu vermeiden, prüfen unsere Projektingenieure Ihre Anforderungen direkt auf die technische Umsetzbarkeit.

Ihr direkter Weg zur passenden Vergusslösung

  • Direkter technischer Austausch: Sie sprechen bei uns direkt mit den zuständigen Experten für Vergusstechnik.
  • Schnelle Erstbewertung: Nach Erhalt Ihrer Projektbeschreibung oder Zeichnungsdaten erhalten Sie zeitnah eine fundierte Rückmeldung zur Realisierbarkeit.
  • Unkomplizierte Datenübermittlung: Senden Sie uns einfach Ihre vorhandenen Skizzen, Datenblätter oder CAD-Dateien im STEP- oder IGS-Format

FAQ

Der Hauptunterschied liegt im Verarbeitungsdruck und der Materialschonung. Während klassischer Kunststoffspritzguss mit Drücken von mehreren hundert Bar arbeitet, nutzt der Macromelt-Verguss, auch Low Pressure Molding genannt, einen geringen Druck von 5 bis 40 bar. Dadurch können freiliegende Elektronikbauteile, filigrane Lötstellen und Sensoren direkt umspritzt werden, ohne dass mechanische Beschädigungen oder Verschiebungen der Bauteile auftreten.

Nein. Das Polyamid-Material wird zwar bei Temperaturen zwischen 180 °C und 240 °C verarbeitet, die thermische Belastung für die Elektronik ist jedoch minimal. Da die verwendeten Aluminium-Vergusswerkzeuge kalt sind, wird die Wärmeenergie beim Einspritzen extrem schnell abgeleitet. Die Bauteile selbst erwärmen sich während des kurzen Prozesses nur minimal.

Das Verfahren ist durch den Einsatz vergleichsweise günstiger Aluminiumwerkzeuge im Vergleich zu teuren Stahlformen des klassischen Spritzgusses bereits bei kleinen Stückzahlen wirtschaftlich.

Die eingesetzten Hotmelt-Materialien weisen eine hervorragende Adhäsion auf einer Vielzahl von Substraten auf. Dazu gehören gängige Kabelmantel-Werkstoffe wie PVC, PUR und Polyamid PA6.6 sowie metallische Oberflächen und FR4-Leiterplattenmaterialien. Eine Materialprüfung führen wir im Vorfeld jeder Serienfertigung durch.